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Hurtigruten

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Aktuell

Hotelübernachtungen erstmals seit Jahren rückläufig (02.03.18)

Seit Jahren kannten die Übernachtungszahlen in isländischen Hotels nur eine Richtung - nach oben. Nun gingen im Vorjahresvergleich die Übernachtungszahlen erstmals zurück. Im Januar 2018 sank die Zahl der Hotelübernachtungen im Vergleich zum Januar 2017 um 1%. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich. Im Norden Islands nahm die Zahl der Übernachtungen gegenüber Januar 2017 um stolze 60% zu. Da aber 72% der Übernachtungen im Hauptstadtgebiet stattfanden, konnte die Zunahme im Norden die Verluste in anderen Landesteilen nicht ausgleichen. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch noch eine andere Zahl. Während die Auslastung der Hotelbetten landesweit im Januar 2017 noch bei 62,2% lag, waren es im Januar 2018 nur noch 57%. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl verfügbarer Hotelbetten um 8,3% zu.

Ringstraße im Osten weggespült (24.02.18)

Die extremen Witterungsverhältnisse im Februar scheinen zwar nach dem gestrigen Sturm zumindest vorerst zu Ende zu sein, haben aber noch einmal zu erheblichen Schäden geführt. Durch starke Niederschläge wurde gestern die Ringstraße zwischen Höfn und Djupivogur auf einer Länge von ca. 30m komplett weggespült, auch in den Ostfjorden wurden Straßen durch Geröll-Lawinen und Wassermassen unterbrochen. Meteorologen haben nun eine längere sturmfreie Zeit angekündigt.

 

 

 

Erdbebenserie erschüttert Insel Grimsey (19.02.18)

Seit Mittwoch letzter Woche erschüttert eine Serie von Erdbeben die Insel Grimsey vor der Nordküste Islands. Inzwischen wurden mehrere tausend leichte Beben registriert, auch zahlreiche Beben mit einer Magnitude über 3 haben sich ereignet. Das stärkste Beben erreichte am 19. Februar kurz nach 5:30 Uhr einen Wert von 5,2 auf der Richterskala. Erdbeben sind in diesem Gebiet nicht ungewöhnlich, es liegt genau auf der Grenze der amerikanischen und eurasischen Platte der Erdkruste. Nachdem Geologen zunächst einen Zusammenhang mit vulkanischer Aktivität nicht für wahrscheinlich hielten, möchten sie dies nun nicht mehr gänzlich ausschließen. Wie eine genauere Auswertung der Meßdaten zeigte, haben sich die Beben im Bereich eines submarinen Vulkansystems konzentriert. Es liegt genau im Grabenbruch zwischen den Platten der Erdkruste. Da nur wenige Daten über frühere Ausbrüche des Vulkansystems verfügbar sind, ist eine Vorhersage des weiteren Verlaufs der Bebenserie schwierig. Das Gebeit wird weiter intensiv überwacht.

 

Premierministerin sieht Regulierungsbedarf beim Tourismus (09.02.18)

Die im letzten Jahr gewählte isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir sieht die Regulierung des Tourismus als eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre. Der Tourismusboom hat in Island in den letzten Jahren zu einem regelrechten Wirtschaftswunder geführt, für die Premierministerin hat aber den Erhalt der Naturwunder auch große Bedeutung. Nach Ihrer Meinung muss der Zugang zu den Sehenswürdigkeiten deutlich mehr kontrolliert werden, als dies bisher der Fall war. Sie betont jedoch, dass Kontrolle nicht zwangsläufig die Einführung von Eintrittsgeldern bedeuten soll, sondern eher organisatorische Maßnahmen. Als Beispiel nennt sie "Einbahnwanderwege" in Nationalparks in anderen Ländern, um ständige Begegnungen und ständiges Ausweichen zu verhindern. Die ist nach Ihrer Meinung ein Besipel dafür, wie man mit einfachen Maßnahmen für Besucher den Eindruck erhalten kann, in einer nicht übernutzten schönen Landschaft unterwegs zu sein.

Als besonders drängend benennt sie die Frage einer gleichmäßigeren Verteilung der Besucherströme. Hierzu schlägt sie vor, bestimmte Sehenswürdigkeiten zukünftig nur mit einer Voranmeldung besuchen zu können und täglich nur eine bestimmte Zahl an Besuchern zuzulassen. Da die meisten Touristen ihren Besuch in Island lange im Voraus planen, erwartet sie bei einer verpflichtenden Voranmeldung keine großen Probleme. Ob und wann Ihre Vorstellungen umgesetzt werden, bleibt abzuwarten - in Island wird zwar schon seit Jahren über das Thema debattiert, eine einvernehmliche Lösung gibt es bisher aber nicht.

Erneut kräftiges Erbeben in der Bárðarbunga-Caldera (02.02.18)

Am 30. Januar um 19:24 Uhr wurde am Nordrand der Caldera des Vulkans Bárðarbunga unter dem Gletscher Vatnajökull das stärkste Erdbeben seit 3 Jahren registriert. Es erreichte eine Magnitude von 4,9 auf der Richter-Skala und war damit das heftigste Beben seit dem Ende der Holuhraun-Eruption im Februar 2015. Bereits im Oktober 2017 hatten mehrere Beben in diesem Gebiet eine Magnitude von 4,7 erreicht, trotzdem sehen Fachleute keine akute Eruptionsgefahr. Dem Beben am 30.01. gingen mehrere schwächere Beben (Magnitude 2,9 bis 3,8) voraus, auch zahlreiche Nachbeben wurde registriert.

Neuer Leuchtturm in Reykjavik (26.01.18)

Der Stadplanungsausschuss von Reykjavik hat die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Leuchtturmes erteilt. Er soll an der Uferpromendae Sæbraut entstehen, die bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist. Vermutlich wird er ein ähnlich attraktiver Aussichtspunkt werden, wie die Skulptur Sófarinn, die schon seit vielen Jahren zwischen Sæbraut und dem Meer steht. Mit den Bauarbeiten soll im Februar begonnen werden, bereits im Juni soll der Leuchtturm fertig sein. Die Gesamtkosten wurden mit rund 600.000 EUR veranschlagt.

Zuwachs im Tourimus bleibt hinter Prognosen zurück (19.01.18)

In den letzten Jahren ist der Tourismus in Island immer deutlich mehr gewachsen, als Prognosen vorhergesagt haben. Wachstumsraten zwischen 20% und 40% gegenüber dem Vorjahr waren normal. Nur wenige Touristiker warnten vor einer Blase in der Tourismusindustrie, die meisten begrüßten die Entwicklung. Es gab allerdings zunehmende Befürchtungen, Reykjavik könnte sich wegen des Besucheransturms in ein seelenloses Disneyland verwandeln und bekannte Sehenswürdigkeiten würden im Massentourismus ersticken. Aktuelle Zahlen lassen allerdings vermuten, dass die Spitze der Entwicklung erreicht ist. Im Dezember 2017 stiegen die Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr nur um 8,4% - der niedrigste Wert seit sieben Jahren und deutlich unter sämtlichen Prognosen von Analysten und Experten des Flughafens Keflavik. Die Ökonomen der Arionbank schlagen bereits Alarm, da die Außenhandelsbilanz Islands wohl im vierten Quartal 2017 erstmals seit 2012 negativ sein könnte.

Brand im Kraftwerk Hellisheiði (12.01.18)

Nach Ausbruch eines Brandes sind im größten islänidschen Geothermalkraftwerk Hellisheiði 2 der 7 Turbinen ausgefallen, die Generatoren zur Stromproduktion antreiben. Das Kraftwerk Hellisheiði ist weltweit das drittgrößte Geothermalkraftwerk und produziert Strom sowie Warmwasser für das Hauptstadtgebiet. Einsatzkräfte aus allen benachbarten Städten trafen gegen Mittag nach Ausbruch eines Feuers im Hauptgebäude ein, der Brand ist inzwischen gelöscht. Wie groß der entstandene Schaden ist und wann das Kraftwerk wieder mit voller Kapazität läuft, ist noch nicht klar. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.

Verkaufszahlen für E-Cars verdoppelt (05.01.18)

Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl verkaufter Elektroautos gegenüber 2016 in Island fast verdoppelt. Experten erwarten für 2018 einen weiteren Anstieg der Nachfrage, nicht zuletzt wegen der gewährten Steuervergünstigungen. Insgesamt erlebte die KFZ-Branche im Jahr 2017 einen Boom mit Rekordzahlen beim Verkauf von Neuwagen. Während im Jahr 2016 insgesamt 227 E-Cars verkauft wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 415. Die absoluten Zahlen sind zwar nicht unbedingt beeindruckend, aber im ersten Halbjahr waren rund 1/6 aller verkauften Neufahrzeuge mit E-Anrieb ausgestattet. Auch bei Hybridfahrzeugen war eine deutliche Zunahme der Verkaufszahlen zu verzeichnen.

Busunfall fordert ein Todesopfer (29.12.17)

Bei einem schweren Busunglück am Mittwoch kam eine junge Frau aus China ums Leben, drei Fahrgäste wurden schwer verletzt. Der Bus mit einer Reisegruppe aus China kam um die Mittagszeit von der eisglatten Straße ab und kippte um. Insgesamt 12 Verletzte wurden mit Helikoptern von der Unfallstelle nahe Kirkjubæjarklaustur nach Reykjavik geflogen, die Ringstraße war wegen des Unglücks mehrere Stunden gesperrt. Nach ersten Ermittlungen wollte der Busfahrer einem vor ihm fahrenden Leihwagen ausweichen, der an einem Aussichtspunkt unvermittelt bremste - ein Verhalten, das auf isländischen Straßen zunehmend häufig zu beobachten ist. Trotz entsprechender gesetzlicher Vorgaben war nach aktuellem Ermittlungsstand keiner der Fahrgäste im Bus angeschnallt. Nun macht man sich in Island Gedanken, wie die Anschnallpflicht in Bussen kontrolliert werden kann und wie man Gäste aus dem Ausland, die mit einem Leihwagen unterwegs sind, daran hindern kann, unvermittelt und auf freier Strecke anzuhalten, um zu fotografieren.

Zahl der Hotelübernachtungen im November auf Vorjahresniveau (22.12.17)

Im November 2017 wurden 304.831 Hotelübernachtungen in Island registriert. Damit hat sich erstmals seit langer Zeit die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat nicht erhöht, im Jahr 2016 gab es 303.831 Übernachtungen in Hotels. Im Hauptstadtgebiet ging die Zahl der Übernachtungen gegenüber November 2016 sogar um 4% zurück, im Norden Islands wurde hingegen ein Plus von 15% registriert, im Südwesten eine Zunahme um 12% und in Südisland stieg die Zahl der Übernachtungen um 10%. Vergleicht man die letzten 12 Monate mit dem Zeitraum Dezember 2015 bis November 2016 ergibt sich noch eine Zunahme der Übernachtungszahlen um 13%.

Silvester in Reykjavik im Zelt (15.12.17)

Die isländische Hauptstadt Reykjavik sieht sich über Silvester einem Touristenansturm bisher nicht gekannten Ausmaßes gegenüber. Praktisch alle Hotels sind komplett ausgebucht, die wenigen noch verfügbaren Zimmer kosten selbst in einfachen 2-Sterne Hotels und Gästehäusern für 4 Nächte weit über 1.000 EUR. Einige Isländer wittern wohl schnelles Geld, denn seit etwa zwei Woche werden auf einschlägigen airbnb-Seiten Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte für die Übernachtung angeboten. Angesichts der Jahreszeit und der damit oft verbundenen Wetterextreme hält der Verband der isländischen Tourismusunternehmen diese Angebote für völlig untragbar.

 

 

 

 

 

 

Kessel im der Öræfajökull-Caldera wird größer (08.12.17)

Der Kessel im Gletschereis des Öræfajökull wird tiefer und vergrößert sich weiter. Entsprechende Meßergebnisse wurden heute von der Zivilschutzbehörde präsentiert. Dies deutet auf anhaltende geothermische Aktivität des Vulkans unter dem Eis hin. Die Zahl der leichten Beben im Bereich des Vulkans hat in dieser Woche einen neuen Rekordwert erreicht, insgesamt wurden rund 160 Beben registriert. Der Ausgangspunkt der meisten Beben lag in einer Tiefe von etwa 10 km. Wegen der seit Wochen anhaltenden seismischen Unruhe wurden zahlreiche zusätzliche Meßgeräte installiert, um einen möglichen Vulkanausbruch besser vorhersagen zu können. Derzeit gibt es keine Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch, die Warnstufe gelb bleibt aber weiter bestehen.

Webcam Öræfajökull

 

 

 

Island hat eine neue Regierung (01.12.17)

Rund vier Wochen nach den vorgezogenen Neuwahlen zum Isländischen Parlament bekommt das Land eine neue Regierung. Die Vorsitzende der Links-Grünen, Katrín Jakobsdóttir, wird neue Premierministerin von Island.

Nachdem eine erste Runde von Kolaitionsgesprächen gescheitert war, hat sich nun nach drei Verhandlungswochen eine Mehrheit aus Unabhängigkeitspartei, den Links-Grünen und der Fortschritsspartei gefunden. Zusammen haben die drei Parteien 35 der 63 Sitze im isländischen Parlament. Obwohl zwei der Links-Grünen Abgeordneten dem Koalitionsvertrag nicht zugestimmt haben, bleibt noch eine knappe Mehrheit.

Der bisherige Premierminister Bjarni Benediktsson wird Finanz- und Wirtschaftsminister. Zusammen mit dem Fischerei- und Landwirtschaftsminister Kristján Þór Júlíusson, dem Außenminister Guðlaugur Þór Þórðarson, dem Justizminister Sigríður Á. Andersen und der Ministerin für Tourismus, Industrie und Entwicklung Þórdís Kolbrún R. Gylfadóttir besetzt die Unabhängigkeitspartei fünf Ministerposten. Die Fortschrittspartei stellt mit Verkehrsminister Sigurður Ingi Jóhannsson, Sozialminister Ásmundur Einar Daðason und Bildungsministerin Lilja Alfreðsdóttir 3 Regierungsmitglieder. Die Links-Grünen übernehmen mit Svandís Svavarsdóttir das Gesundheitsministerium, Guðmundur Ingi Guðbrandsson ist der neue Umweltminister.

 

Kläranlagen fehlen vielerorts in Island (24.11.17)

Vielerorts in Island gibt es ein totgeschwiegenes Problem, dass sich nicht zuletzt wegen der deutlich gestiegenen Touristenzahlen verschärft hat - die Abwasseraufbereitung. Während in den Jahren 1997 bis 2005 der Anteil der Haushalte, die an eine Kläranlage angeschlossen waren, von nur 10% auf rund 70% gestiegen ist, hat sich in den Jahren danach nichts mehr an den Zahlen geändert. Im Gegenteil, viele der Kläranlagen sind veraltet und teilweise defekt. Um die Abwasserreinigung auf internationalen Standard zu bringen, wären nach einem Bericht des Fernsehsenders RUV Investitionen in einer Größenordnung von 400 bis 650 Millionen Euro notwendig. Viele der größten Städte Islands haben keine Kläranlage und leiten ihr gesamtes Abwasser direkt ins Meer, so z.B. Akureyri (ca. 18.000 Einwohner), Egilstadir (ca. 3.000 Einwohner) und Selfoss (ca. 7.000 Einwohner). Allerdings planen viele Ortr Kläranlagen zu bauen. Aktuell wird wegen Wartungsarbeiten auch das Abwasser von Reykjavik ungeklärt für voraussichtlich 10 Tage in die Bucht Faxafloi geleitet (ca. 750Liter pro Sekunde). Auch verschiedene Hotels sind in den letzten Monaten in den Fokus der Behörden geraten, weil Abwasser nicht oder ungenügend gereinigt wurde. Im Osten Islands betraf dies das Fosshotel Vatnajökull und das Fosshotel Jökulsarlon, am Myvatn das Hotel Laxa und das Hotel Sel.

Warnstufe gelb für Vulkan Öræfajökull ausgerufen (17.11.17)

Die isländischen Behörden haben für den Vulkan Öræfajökull, der unter dem Eis des Gletschers Vatnajökull liegt, die Warnstufe gelb ausgerufen. Im Laufe der vergangenen Woche hat sich im Eis des Gletschers ein neuer Kessel mit einem Durchmesser von einem Kilometer und einer Tiefe von 25 m - 30 m gebildet. Die Entstehung eines solchen Kessels wurde bisher von Wissenschaftlern an diesem Vulkan noch nie beobachtet. Fachleute sehen darin Anzeichen für eine verstärkte Aktivität des Vulkansystemsm, zumal der Fluß Kvia in der vergangenen Woche sehr stark nach Schefelverbindungen roch. Seit einigen Monaten wird auch verstärkte seismische Aktivität registriert, Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch gibt es aber derzeit nicht.

Koalitionsgespräche gescheitert (10.11.17)

Erst in der vergangenen Woche erhielt die Parteichefin der Links-Grünen, Katrin Jakobsdottir, vom isländischen Präsidenten Gudni Johannesson den Auftrag zur Regierungsbildung. Bereits nach wenigen Gesprächsrunden sind die Kolationsgespräche gescheitert. Die Fortschrittspartei erklärte, weitere Gespräche seien nach ihrer Meinung sinnlos. Die angestrebte Koalition aus Links-Grünen, Sozialdemokraten, Piraten und Fortschrittspartei hätte nur eine Stimme Mehrheit im Parlament und der Fortschrittspartei ist diese Mehrheit zu klein.

Erster Wintersturm - zahlreiche Flugausfälle (05.11.17)

Der erste heftige Wintersturm in Island hat heute zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Fast alle Flüge der Fluggesellschaft Icelandair von Europa nach Island und viele Flüge der Fluggesellschaft in die USA wurden gestrichen. Auch mehrere Flüge von British Airways, Easyjet, WOW Air und Air Iceland Connect wurden gestrichen. Insgesamt sind rund 8.000 Passagiere von den Flugausfällen und -verspätungen betroffen. Das Maximum des Sturmes war für den Nachmittag und Abend angekündigt, also genau zu der Zeit der meisten Flugankünfte von Icelandairs Europaflügen. Es wurden schon gestern Windgeschwindigkeiten von weit über 100km/h angekündigt und bereits um die Mittagszeit wurden Spitzengeschwindigkeiten von knapp 120km gemessen. Gegen 18 Uhr lag der Spitzenwert auf der Halbinsel Reykjanes nahe des Flughafens Keflavik bei 180 km/h, nördlich von Reykjavik wurden sogar 230 km/h gemessen. Auch verschiedene Straßen sind wegen des Unwetters gesperrt, so auch die Ringstraße nördlich von Reykjavik.

Weiterhin seismische Aktivität im Öræfajökull und Bárðarbunga (04.11.17)

In den letzten Wochen und Monaten wurde im Bereich des Vulkans Bárðarbunga immer wieder seismische Aktivität registriert. Am 26. Oktober ereigneten sich drei stärkere Beben, eines davon erreichte eine Magnitude von 4,7. Es war damit das stärkste Beben, das seit dem letzten Ausbruch des Bárðarbungasystems im Jahr 2014 registriert wurde. Nach Meinung von Fachleuten akkumuliert sich Magma im Vulkansystem, was aber als völlig normaler Vorgang angesehen wird und nicht auf einen kurz bevorstehenden Ausbruch hindeutet.

Deutlich mehr Sorgen macht den Geowissenschaftlern ein anderer Vulkan, der unter dem südlichen Vatnajökull liegt. Innerhalb von nur 48 Stunden wurden im Öræfajökull 26 leichte Beben registriert. Die Zivilschutzbehörde hat deshalb am 2. November eine Versammlung mit den Bewohnern des Bezirks Öræfa abgehalten, um sie über die Situation zu informieren. Um ein besseres Bild der Lage zu gewinnen, wurden auch neue seismische Meßstellen eingerichtet. Gleichzeitig hat die Zivilschutzbehörde begonnen, Evakuierungspläne auszuarbeiten, um bei weiteren Anzeichen für einen Ausbruch schnell reagieren zu können. Der Vulkan Öræfajökull brach in den letzten 1000 Jahren zweimal aus, zuletzt vor 290 Jahren (1727) und gilt als besonders gefährlich, da die letzten Ausbrüche hochexplosiv verliefen (phreatische Eruptionen).

Grüne erhalten Auftrag zur Regierungsbildung (02.11.17)

Die Vorsitzende der Grünen, Katrín Jakobsdóttir, hat vom isländischen Präsidenten den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung erhalten. Zusammen mit den Sozialdemokraten, der Fortschrittspartei und den Piraten haben die Grünen 32 Sitze im Parlament und damit eine knappe Mehrheit von einer Stimme. Die Gespräche zwischen den Parteien haben bereits begonnen und als wichtige Themen wurden das Gesundheitswesen, Bildung und das Verkehrswesen angesprochen. Ziel ist die schnelle Bildung einer neuen Regierung, die Regierungsbildung soll nicht wie vor gut einem Jahr rund 10 Wochen dauern.

Die Neuwahlen am 28. Oktober waren notwendig geworden, da die vorherige Regierung unter Premierminister Bjarni Benediktsson nach nur 8 Monaten zerbrochen war. Die einzelnen Perteien schnitten wie folgt ab:

Unabhängigkeitspartei: 25.2 % / 16 Abgeordnete

Grüne: 16.9 % / 11 Abgeordnete

Sozialdemokraten: 12.1 % / 7 Abgeordnete

Zentrumspartei: 10.9 % / 7 Abgeordnete

Fortschrittspartei: 10.7 % / 8 Abgeordnete

Die Piraten: 9.2 % / 6 Abgeordnete

The People’s Party: 6.9 % / 4 Abgeordnete

Reformpartei: 6.7 % / 4 Abgeordnete

Isländische Vulkane rumpeln weiter (04.08.17)

Die Unruhe in diversen isländischen Vulkanen hält an, unmittelbare Gefahr eines Ausbruches besteht aber nicht. Nachdem letzte Woche die Warnstufe für die Katla auf gelb hochgesetzt worden war, ist sie nach dem Ende des Gletscherlaufes im Fluß Múlakvisl wieder auf grün zurückgesetzt worden, die Zahl und Stärke der Beben im Bereich der Katla hat deutlich nachgelassen.

Am 2. August wurde im Bárðarbunga Vulkan das stärkste Erdbeben seit dem letzten Ausbruch des Systems im Jahr 2015 gemessen. Es erreichte eine Magnitude von 4,5 und wenige Minuten später folgte ein zweites Beben der Stärke 3,8. Auch im Bárðarbunga gab es aber keine weiteren Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch.

Gestern schließlich wurde eine Serie von Erdbeben im Torfajökull registriert. Das Gebiet ist eines der geologisch aktivsten in ganz Island und bildet ein eigenständiges Vulkansystem mit der größten Caldera des Landes. Der Torfajökull bricht nur selten aus, zuletzt im Jahr 1477.

Warnstufe gelb für Katla - Erdbeben und Gletscherlauf (29.07.17)

Katla, die "Mutter aller isländischen Vulkane" - so wurde sie von der isländischen Nachrichtenseite "Icelandmonitor" bezeichnet - macht Behörden und Wissenschaftlern im Moment zunehmend Sorgen. Nachdem sich in den letzten Monaten bereits zahlreiche Erdbeben ereignet hatten, kam es am Mittwoch um 22:18 Uhr zum stärksten Beben im Bereich der Katla seit 40 Jahren. Es erreichte eine Magnitude von 4,5 auf der Richerskala, gefolgt von einem Beben der Stärke 3,2 und vielen schwächeren Beben. Insgesamt wurden 38 Erdbeben registriert. Am Donnerstag und Freitag lag ein ungewöhnlich starker Geruch nach Schwefelwasserstoff über der Südspitze von Island rund um die Ortschaft Vik. Der Gletscherfluß Mulakvisl, der aus dem Myrdalsjökull entspringt, riecht zwar oft nach Schwefelwasserstoff, den deutlich intensiveren Geruch der letzten Tage führen Wissenschaftler aber auf erhöhte geothermische Aktivität zurück. Die Erdbeben haben nun zusammen mit dem Schefelwasserstoffgeruch die Behörden in der vergangenen Nacht veranlasst, für die Katla Vorwarnstufe gelb festzulegen. Sie sagt aus, dass der Vulkan Unruhe über dem normalen Niveau zeigt, aber nicht unmittelbar mit einem Ausbruch zu rechnen ist.

 

 

Steigt die Isländische Krone weiter? (23.06.17)

Obwohl die Krone in den letzten Tagen deutlich an Wert verloren hat, erwarten Experten wie Daníel Svavarsson von Landsbankinn längerfristig einen weiteren Kursanstieg. Am vergangenen Mittwoch verlor die Krone rund 1,8% gegenüber dem US-Dollar, seit Monatsbeginn waren es 5,2%. Insgesamt sind die Wechselkurschwankungen höher, als noch vor ein paar Monaten, gleichzeitig wird die Krone aber auch als stärker eingeschätzt, als zu Beginn des Jahres. Die höheren Schwankungen werden noch als Nachwirkung der weitgehenden Aufhebung der Kapitalverkehrskontrollen vor einigen Wochen interpretiert. Nach Meinung von Svavarsson haben die Einnahmen aus dem Tourismus und der damit verbundene Zufluss an Fremdwährungen nur einen kleinen Einfluß auf die Wechselkursentwicklung, er sieht die Ursachen eher im Kapitalzufluß durch Investitionen ausländischer Partner in isländische Firmen. Innerhalb der letzten 12 Monate hat sich der Wechselkurs der Krone gegenüber dem Euro deutlich verbessert. Bekam man als Tourist für einen Euro vor einem Jahr noch rund 140 Kronen, sind es aktuell nur noch etwa 115 Kronen.

Deutscher Urlauber bei Unfall ums Leben gekommen (05.06.17)

Ein deutscher Urlauber, der mit seiner Frau in Island unterwegs war, verstarb am Sonntag an den Folgen eines Unfalls. Wie die Polizei mitteilte, war das Wohnwagengespann des Paares am letzten Donnerstag bei einem heftigen Sturm von der Straße abgekommen. Während die Frau nur leichtere Verletzungen erlitt, wurde der Mann lebensgefährlich verletzt. Beide wurden mit einem Helikopter in das Universitätskrankenhaus von Reykjavik transportiert, wo der Mann am Sonntag seinen schweren Veletzungen erlag. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag kurz nach Mittag auf der Ringstraße im Gebiet Öræfasveit im Südosten von Island. Das Meteorologische Institut von Island hatte im Vorfeld des Sturmes bereits vor extremen Windverhältnissen gewarnt und Reisende aufgefordert, sich über die aktuellen Wetterverhältnisse zu informieren. Die Böen erreichten mehr als 35 m/s (knapp 130 km/h) und die Witterungsverhältnisse waren für grosse Fahrzeuge wie Wohnwagengespanne denkbar schlecht geeignet. Der Unfall zeigt leider auf traurige Art erneut, wie gefährlich Wetterverhältnisse und andere Naturkräfte auf Island sein können und Touristen werden dringend aufgefordert, auch die elektronischen Anzeigetafeln am Straßenrand zu beachten, die aktuelle Windgeschwindigkeiten und Temperaturen anzeigen.

Flugzeug rutscht in Keflavik von der Landebahn (28.04.17)

Nach heftigen Schneefällen rutschte heute gegen 17:45 Uhr eine Maschine der Primera Air am Flughafen Keflavik bei der Landung von der Landbahn, die teilweise von Schnee und Eis bedeckt war. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Es wurde niemand verletzt, aber der Flughafen musste mehrere Stunden gesperrt werden und die Passagiere konnten die Maschine erst nach 19 Uhr verlassen.

Island setzt auf Plastikstraßen (28.04.17)

Das Isländische Straßenbauamt hat Gelder in ein Forschungsprojekt investiert, das prüft, ob Recyclingmaterial aus Plastik als Ersatz für Asphalt auf isländischen Straßen verwendet werden kann. Die ersten Ergebnisse sind insgesamt positiv und vielversprechend.

Bereits seit 2015 gibt es in Europa entsprechende Versuche und in den Niederlanden beginnt man gerade damit, erste Straßen mit der neuen Technik zu bauen. Die Straßenelemente sind vorgefertigt und enthalten auch Hohlräume, die für alle möglichen Zwecke genutzt werden können, so z.B. zum Speichern von Wasser oder zum Verlegen von Kabeln und Leitungen. Die Elemente können auch wiederverwertet werden. Die Firma ReSource International prüft nun, ob das System auch für Isand geeignet ist. Es wäre erheblich billiger, als die klassische Bauweise mit Teer und würde dem isländischen Staat vermutlich viele Millionen Kronen sparen. Die Idee stammt ursprünglich aus Indien, dort wird seit einigen Jahren bereits recycelter Kunststoff im Straßenbau verwendet.

Island hebt Kapitalverkehrskontrollen auf - Krone schwächelt im Vorfeld (13.03.17)

Neun Jahre lang gab es strenge Kapitalverkehrskontrollen in Island, sie waren kurz nach dem Beginn der Bankenkrise eingeführt worde. Ziel war die Stabilisierung der isländischen Wirtschaft, man wollte eine Abwanderung von Kapital ins Ausland verhindern und beschränkte deshalb Investitionen im Ausland sowie den Tausch von isländischen Kronen in andere Währungen. Nun teilte die isländische Regierung mit, dass die Kontrollen am Dienstag vollständig aufgehoben werden. Dies gilt sowohl für Firmen, als auch für Privatpersonen und Pensionsfonds. Damit kehrt Island endgültig wieder an die internationalen Finanzmärkte zurück, nachdem schon in den vergangenen Jahren verbunden mit dem kräftigen Wirtschaftswachstum einige Beschränkungen aufgehoben worden waren. Die isländische Krone verlor heute rund 2,5% an Wert gegenüber dem Euro, allerdings hat sie in den letzten Monaten gegenüber dem Euro deutlich zugelegt. Vor 6 Monaten bekam man für einen Euro noch 128 Kronen, aktuell nur noch 118 Kronen. Ihren vorläufigen Höchststand hatte die Krone am 1. März, für einen Euro bekamn man nur noch 112 Kronen.

Amerikaner stirbt bei Schnorcheltour in der Silfa Spalte (13.02.17)

Der Sprecher des Nationaparks Thingvellir Einar Ásgeir Sæmundsson berichtet, dass schon mehrfach Touristen ohnmächtig wurden, während sie längere Zeit auf ihren Tauchgang oder ihre Schnorcheltour in der Silfra Spalte warten mussten. Nach Meinung Sæmundssons besuchen zu vielen Taucher und Schnorchler die Spalte, alleine im letzten Jahr waren es 50.000. Er fordert eine verstärkte Überwachung, nachdem gestern ein Amerikanischer Tourist nach seiner Schnorcheltour in der Spalte starb. Seit 2010 haben sich bereits 8 schwere Unfälle ereignet, vier davon waren tödlich. Wie Sæmundsson betonte, sei die Ausrüstung und Infrastruktur in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert worden, das Problem sei die zu große Besucherzahl. Taucher und Schnorchler müssen oft lange warten und dies sei nicht nur unangenehm, sondern vor allem im Winter gefährlich, weil Unterkühlung drohe und Arme und Beine oft taub werden. Dies liege nicht zuletzt an den eng anliegenden Trockentauchanzügen, die auch die Blutzirkulation einschränken, was unter Umständen bis zur Ohnmacht führen kann. Die Verwaltung des Nationalparks fordert zusätzliches Fachpersonal für die Überwachung der Silfraspalte, es soll durch eine Erhöhung der Gebühren für Schnorchler und Taucher von 8 EUR auf 12 EUR finanziert werden. Parkranger Ólafur Örn Ólafsson berichtet auch von Touristen, die vorgeben, Taucherfahrung zu haben oder behaupten, bei guter Gesundheit zu sein, es aber nicht sind. Auch Gäste, die an einer Schnorcheltour teilnehmen, ohne schwimmen zu können, hat er schon wiederholt beobachtet. Hier stellt sich generell die Frage, ob Massentourismus dieser Art die Kontrollmöglichkeiten der Veranstalter überfordert und so zum Sicherheitrisiko wird.

 

Islands Vulkane rumoren (31.01.17)

Isländische Behörden haben Touristikunternehmen aufgefordert, Ihre Notfallpläne zu überarbeiten, da es nach Einschätzung von Wissenschaftlern ein steigendes Risiko für einen Ausbruch des Vulkans Katla gibt. Die zuständige Polizei in Südisland hat dabei u.a. mögliche Überflutungen durch Gletscherläufe im Blick. Im Falle eines Katlaausbruches rechnet man mit Gletscherläufen im Myrdalsandur, aber auch im Solheimasandur und im Markaföjot könnte es zu Überflutungen kommen.

Am letzten Freitag fand ein Treffen von Vertretern des Zivilschutzes, der Polizeibezirke Südisland, Westmännerinseln und Nordisland sowie von Mitarbeitern des Meteorologischen Instituts und der Universität Island statt, um die verstärkte seismische Aktivität der letzten Monate im Bereich der Katla und des Bárðarbunga zu diskutieren und zu bewerten. Bei dem Treffen wurde noch einmal deutlich gemacht, dass seit August 2016 die seisimische Aktivität ungewöhnlich hoch war. Es ereigneten sich 3 Beben mit einer Magnitude über 4 und zahlreiche weitere Beben mit einer Magnitude über 3. In einer nach dem Treffen veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: "Die seismische Aktivität wurde begleitet von einer Zunahme der geothermischen Aktiviät. GPS-Messungen im Bereich der Katla Caldera zeigen eine Hebung der Erdoberfläche seit 2010. Wenn die Aktivität im Bereich der Katla wie im Moment zunimmt, muss mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch gerechnet werden."

Island hat eine neue Regierung (09.01.17)

Nach langen Verhandlungen ist es nun offiziell - Island hat eine neue Regierung. Die Koalition aus Unabhängigkeitspartei, Reformpartei und Zukunftspartei hat die neue Regierungsmannschaft vorgestellt und am Mittwoch werden die Minister in ihr Amt eingeführt. Das Regierungsprogramm soll morgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Islands neuer Premierminister wird der Chef der Unabhängigkeitspartei Bjarni Benediktsson, seine Partei wird außerdem 5 Minister stellen. Die Reformpartei wird drei Minister stellen, die Zukunftspartei zwei.

Einer der Eckpunkte der neuen Regierungspolitik ist der Ausbau der teils maroden Infrastruktur in Island. So soll bis 2023 ein neues Universitätsklinikum gebaut werden, gleichzeitig soll auch die Kostenbeteiligung der Patienten im Gesundheitswesen generell reduziert werden.