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Landmannalaugar

Karte Landmannalaugar.

Nördlich des Gletschers Mýrdalsjökull liegt das Naturschutzgebiet Fjallabak mit den größten Rhyolitvorkommen Islands. Auf einer Fläche von etwa 400 Quadratkilometern bedeckt dieses Vulkangestein die Landschaft rund um den Vulkan Torfajökull. Rhyolit ist ein magmatisches Gestein mit einem vergleichsweise hohen Kieselsäuregehalt (72%-78%). Das Rhyolitgebiet liegt in der aktiven Vulkanzone des Landes und so dringen an vielen Stellen vulkanische Gase und Dampf aus dem Boden. Die Gase und Fumarolen haben im Laufe der Zeit das rhyolitische Gestein zersetzt. Eisenhaltige Dämpfe haben die Erde rötlich gefärbt, schwefelhaltige Dämpfe haben gelbe Farbtöne zurückgelassen. Nach neueren geologischen Erkenntnissen soll ein großer Teil des Fjallabakgebietes eine gewaltige Caldera sein, die zu einem etwa 2 Millionen Jahre alten und etwa 150 Quadratkilometer großen Vulkanmassiv gehört.

 

Wollgraswiese im Gebiet von Landmannalaugar.
Wollgraswiese im Gebiet von Landmannalaugar.

Der wohl bekannteste Teil des Naturschutzgebietes ist die Gegend um Landmannalaugar. Man erreicht den Zeltplatz von Landmannalaugar über die Hochlandpiste F22. Unmittelbar am Zeltplatz endet der Obsidianstrom Laugahraun. Er entstand wahrscheinlich am Anfang des 16. Jahrhunderts bei einem Ausbruch des Brennisteinsalda und erreicht eine Länge von zweieinhalb Kilometern. Ein Wanderweg führt um den Lavastrom zu den Fumarolen am Fuße des Brennisteinsalda. In unmittelbarer Nähe des Zeltplatzes liegt auch ein warmer Bach. Er bietet nach etlichen Kilometern Hochlandpiste eine willkommene Badegelegenheit, die auch schon in früheren Zeiten von Hirten aus dem Bezirk Land genutzt wurde. Daher leitet sich auch der Name Landmannalaugar ab. Er bedeutet soviel wie "die warmen Quellen der Leute aus Land".