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Erdwärme

Schon die alten Isländer wußten die wohltuende Wärme aus der Erde zu nutzen. Davon zeugen nicht nur entsprechende Schilderungen in Sagas, sondern z.B. auch die Überreste des Badebeckens von Snorri Sturluson aus dem 12. Jahrhundert. Später wurden in Reykjavik die natürlichen heißen Quellen von Hausfrauen genutzt, um Wäsche zu waschen. Die moderne Nutzung der Erdwärme begann in Reykjavik um das Jahr 1930, als mit dem Aufbau eines Fernwärmesystems begonnen wurde.

In Island sind heute etwa 30 regionale Fernwärmesysteme in Betrieb. In den meisten Fällen wird die gesamte Bevölkerung der entsprechenden Gebiete versorgt, der Gesamtanteil der an Fernwärmenetze angeschlossenen Haushalte liegt bei über 90%. Die 30 größeren Fernheizungen werden von den Kommunen betrieben, daneben gibt es noch rund 25 kleinere privat betriebene Netze, die jeweils mehr als 50 Personen versorgen sowie in ländlichen Gebieten eine große Zahl privater Kleinanlagen zur Versorgung einzelner Gehöfte. Die städtische Fernheizung von Reykjavik ist mit Abstand die größte Anlage dieser Art und versorgt etwa 155.000 Menschen, was mehr als der Hälfte der Gesamtbevölkerung Islands entspricht. Die Gesamtleistung der kommunalen Fernwärmesysteme in Island beträgt rund 1.400 MW.

Geothermales Kleinkraftwerk im Südwesten Islands.
Geothermales Kleinkraftwerk im Südwesten Islands.

Verteilung der Erdwärmenutzung

  • Heizung von Gebäuden 54%
  • Produktion von Strom 28%
  • Fischzucht 5%
  • Schwimmbäder 4%
  • Schneeschmelzanlagen 4%
  • Gewächshäuser 3%
  • Industrie 2%