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Das Blandá-Kraftwerk

Das Blandá-Kraftwerk war lange Zeit eine auf Island einmalige Konstruktion - das Turbinenhaus liegt mehr als 200 m tief in der Erde verborgen. Es kann über einen Aufzug oder über einen 800 m langen Tunnel erreicht werden. Eine weitere Besonderheit: das Blandá-Kraftwerk wurde als erstes Wasserkraftwerk komplett von Isländern entworfen.
Da durch den Bau des zugehörigen Stausees Vegetation verloren ging, mussten entsprechende Ausgleichflächen geschaffen werden. Die Firma Landsvirkjun hat deshalb seit 1981 über 3.000 Hektar Ödland begrünt und pflegt die Flächen u.a. durch Düngung. Interessanterweise hat sich der Fluß Blandá nach dem Bau der Stauseen zu einen der besten Lachsflüsse des Landes entwickelt. Seit der Fertigstellung arbeiten durchschnittlich 15 Angestellte im Kraftwerk.
Das Projekt wurde im Jahr 1984 begonnen und im Jahr 1991 ging der erste Generator ans Netz. Die Blandá wurde etwa auf halber Strecke zwischen ihrer Quelle und der Mündung durch einen Damm aufgestaut. Ein weiterer Damm wurde weiter im Westen errichtet, um auch das Wasser des Flusses Vatnsdalsá zu nutzen. Von diesem Damm wird das Wasser über Kanäle und eine Reihe kleinerer Seen über eine Entfernung von 25 km in das Zulaufbecken des Kraftwerks geleitet. Von dort fließt das Wasser über einen 1.300 m langen Tunnel zum eigentlichen Zulauf und anschließend durch eine Stahlröhre 230 m in die Tiefe zum Turbinenhaus - dies entspricht eines Last von 23 kg pro Kubikzentimeter. Im Turbinenhaus teilt sich die Druckleitung in drei horizontale Röhren und das Wasser treibt 3 Turbinen mit einer Leistung von je 50 MW an. Danach fließt das Wasser über einen 1.700 m langen Auslauftunnel wieder in den Fluß, der auf einer Länge von 1. 200 m durch einen Kanal vertieft wurde.

Das Turbinenhaus des Blandá-Kraftwerks.
Das Turbinenhaus des Blandá-Kraftwerks.