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Austernfischer (Haematopus ostralegus)

Beschreibung

Der Austernfischer gehört in die Ordnung der Regenpfeiferartigen. Besonders weit verbreitet ist er im Wattenmeer der Nordsee, aber auch in Island findet man Austernfischer häufig an den Küsten.
Die Vögel erreichen eine Länge von etwa 40 cm. Der Kopf, die Brust und der Rücken sind schwarz gefiedert, ebenso das Endband des Schwanzes. Am Bauch sind Austernfischer weiß gefärbt, über die Flügeloberseite zieht sich ein ebenfalls weißer Streifen. Charakteristisch sind der lange rote Schnabel und die roten Beine.

Austernfischer

Lebensraum

Austernfischer halten sich die meiste Zeit nahe ihrer Nahrungsquellen auf, also hauptsächlich in flachen Küstenabschnitten und auf Inseln sowie im Mündungsbereich von Flüssen. Häufig kann man die Vögel auf Wiesen und Weideflächen beobachten. Ein Teil der Population überwintert in Island, ein Teil zieht über die Wintermonate an die Küsten der Irischen See.

Fortpflanzung

Austernfischer brüten üblicherweise ab einem Alter von vier Jahren. Die Nester der Bodenbrüter liegen an Sand- und Kiesstränden, dort wird eine Nestmulde in den Boden gedrückt, die nicht weiter ausgepolstert ist. Das Weibchen legt meistens drei Eier, die etwa 26 Tage von beiden Altvögeln bebrütet werden. Austernfischer brüten gelegentlich auch in Mischgelegen mit anderen Vogelarten, dabei werden die Eier von beiden Vogelarten abwechselnd bebrütet.

Ernährung

Hauptnahrung der Austernfischer sind an den Küsten Islands verschiedene Muschelarten, Borstenwürmer und kleine Krebse sowie Schnecken. Bei der Nahrungssuche orientieren sich die Vögel während der langen Sommertage hauptsächlich optisch, der Tastsinn spielt nur eine untergeordnete Rolle. Während der kurzen Wintertage sind die Tiere aber auch in der Lage, mit ihrem Tastsinn Muscheln und andere Nahrung im Schlick aufzuspüren. Kleinere Muscheln werden vollständig geschluckt, größere werden auf einer harten Unterlage mit dem Schnabel aufgehämmert. Oft versuchen die Vögel auch, den Schnabel zwischen die Schalenhälften zu schieben und den Schließmuskel der Muscheln zu durchtrennen.