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Papageitaucher (Fratercula arctica)

Beschreibung

Der Papageitaucher gehört zur Familie der Alkenvögel. Ausgewachsen erreicht er bei einer Körperlänge von ca. 30 cm eine Flügelspannweite von rund 55 cm und ein Gewicht von etwa 360 g bis 390 g. Männliche Tiere sind geringfügig größer, als Weibchen. Die Unterseite des Rumpfes ist weiß, der Rücken und die Flügeloberseite sowie der Oberkopf sind schwarz, außerdem zieht sich ein schwarzes Band über die Brust. Der charakteristische schmale und extrem hohe Schnabel ist im Profil fast dreieckig und während der Brutsaison auffällig rot, gelb und schwarz gefärbt.

Papageitaucher
Papageitaucher

Lebensraum

Papageitaucher kommen nur während der Brutzeit an Land, ansonsten leben sie auf dem offenen Meer (pelagisch). Dabei gibt es auch innerhalb der isländischen Population kein einheitliches Zug- oder Wanderverhalten, die Tiere verteilen sich vermutlich weiträumig über den gesamten Nordatlantik bis Nordafrika. Brutpopulationen gibt es an der amerikanischen Küste von Labrador bis Maine, auf Grönland, Jan Mayen, Island, Spitzbergen, den Färöern, der Bäreninsel, in Irland, Großbritannien, Norwegen sowie Schweden und in der Bretagne. Auf Island wird die Population auf ca. 5-7 Millionen Tiere geschätzt.

Fortpflanzung

Die Vögel treffen im April und Mai in den Brutkolonien ein, dort beginnt auch die Balz. Die Paarung erfolgt nur auf dem Wasser. Brutkolonien liegen direkt an der Küste an der Oberkante oder im Hang grasbewachsener Klippen oder am Fuß von Geröllhalden. Papageitaucher brüten in selbst gegrabenen Höhlen, die 1 m bis 2 m in die Erde reichen. Die Nestkammer hat einen Durchmesser von etwa 35cm, gegraben wird die Bruthöhle mit dem Schnabel. Das Gelege besteht aus einem Ei (ca. 65 g), nach 35 - 38 Tagen Brutzeit schlüpft das Junge. Die Altvögel wechseln sich bei der Brut in der Regel zweimal täglich ab, das Junge wird von beiden gefüttert. Nach 40 bis 50 Tagen verlässt der Jungvogel die Bruthöhle und schwimmt auf das Meer. Die Altvögel verlassen die Kolonien etwa 2 bis 3 Wochen nach den Jungen und verbringen die restliche Zeit des Jahres auf dem Meer.

Ernährung

Papageitaucher ernähren sich hauptsächlich von Fisch (Sandaal, Sprotte, Lodde), daneben auch von Würmern und Krebstieren. Bei der Jagd unter Wasser bewegen sich die Tiere ähnlich wie Pinguine mit den Flügeln fort und erreichen Tauchtiefen bis 70 m. Gefangene Fische werden quer im Schnabel getragen und dabei mit der Zunge gegen den Oberschnabel gedrückt.

Papageitaucher mit Fischen im Schnabel.
Papageitaucher mit Fischen im Schnabel.