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Walarten in isländischen Gewässern

Bartenwale (Mysticeti), Familie Furchenwale (Balaenopteridae)

Nördlicher Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata)

Länge: 7-10 m
Gewicht: 10-15 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 50.000 (ganzjährig)
Der nördliche Zwergwal, oft auch Minkwal genannt, ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet und gehört zu den Bartenwalen (Familie Furchenwale). Er ernährt sich überwiegend von Leuchtkrebsen, Schwarmfischen und Kopffüßern. Zwergwale werden in Norwegen schon seit dem Mittelalter gejagd, die kommerzielle Jagd wurde um 1970 aufgenommen, nachdem die Bestände der anderen großen Walarten fast vernichtet waren. Auch in island wird der Zwergwal gejagd. Da sich Zwergwale gerne in Küstennähe aufhalten, können Sie oft bei Walbeobachtungsfahrten gesehen werden und auch von der Küste aus sind sie häufig zu beobachten.

Blauwal (Balaenoptera musculus)

Länge: 24-27 m
Gewicht: 100-120 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 700 (Sommer)
Der Blauwal ist das größte Tier der Erde und er kommt in allen Meeren und Klimagebieten vor. Sein weltweiter Bestand wird auf weniger als 3000 Tiere geschätzt, er ist stark vom Aussterben gefährdet. Der Blauwal gehört wie der Zwergwal zur Familie der Furchenwale. Blauwale ernähren sich von Kleinlebewesen, vor allem von Leuchtkrebsen, Ruderfußkrebsen und Zehnfußkrebsen. Bei einer Walbeobachtungstour einen Blauwal zu sehen ist ziemlich unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

Finnwal (Balaenoptera physalus)

Länge: 18-22 m
Gewicht: 30-80 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 17.000 (Sommer)
Nach dem Blauwal ist der Finnwal die zweitgrößte Walart. Auch Finnwale kommen in allen Meeren vor, sie gehören ebenfalls zur Familie der Furchenwale. Der Finnwal ist akut vom Aussterben bedroht. Ernährungsgrundlage dieser Walart sind Schwarm bildende Leuchtkrebse, Schwarmfische und Kopffüßer. Da der Finnwal die Küste meidet, wird man ihn nur selten beobachten können.

Seiwal (Balaenoptera borealis)

Länge: 12-16 m
Gewicht: 20-30 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 10.000 (Sommer)
Seiwale gehören zur Familie der Furchenwale und sie sind unter den Großwalen die schnellsten Schwimmer. Sie ernähren sich von Plankton und kleineren Fischen wie z.B. Lodde und Hering. Seiwale verbringen wie fast alle anderen Großwale den Winter in südlichen Gewässern, im Sommer sind sie im offenen Meer vor Island zu finden.

Buckelwal (Megaptera novaeangliae)

Länge: 11-15 m
Gewicht: 25-30 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 1.500 (Sommer)
Buckelwale sind in allen Weltmeeren zuhause und gehören zur Familie der Furchenwale. Bei ihren ausgedehnten Wanderungen überschreiten sie aber nicht die Äquatorgrenze. Charakteristisch sind die sehr langen Brustflossen (Flipper), die wie der Ober- und Unterkiefer mit Beulen besetzt sind. Auf der Haut von Buckelwalen befinden sich außerdem häufig Parasiten (Seepocken und Walläuse). Buckelwale ernähren sich von Krill und von Schwarmfischen. Einige Populationen haben dabei eine besondere Jagdtechnik entwickelt. Sie tauchen unter einen Fischschwarm und umkreisen ihn von unten. Dabei lassen sie kleine Luftblasen aus dem Blasloch entweichen. Die aufsteigenden Blasen bilden eine Art Netz um die Fisch. Mit weit aufgerissenem Maul schwimmen die Wale in diesem Kreis an die Oberfläche und können so die dort konzentrierte Nahrung aufnehmen. Wegen des geringen Bestandes wird man Buckelwale nur selten bei Beobachtungsfahrten zu Gesicht bekommen.

Zahnwale (Odontoceti)

Schweinswal (Phocoena phocoena)

Länge: 1,50-1,70 m
Gewicht: 40-60 kg
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 25.000 (ganzjährig)
Der Schweinswal ist in den gemäßigten und subarktischen Gewäsern der Norhalbkugel beheimatet. Schweinswale ernähren sich von Schwarmfischen (z.B. Hering, Makrele) und von Bodenfischen. Schweinswale bilden eine eigene Familie und gehören zur Unterordung der Zahnwale. In den isländischen Gewässern kommen Schweinswale nicht sehr häufig vor, dennoch sind sie gelegentlich bei Walbeobachtungstouren zu sehen.

Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris)

Länge: 2,5-2,8 m
Gewicht: 180-275 kg
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 10.000 (ganzjährig)
Weißschnauzendelfine sind im Nordatlantik und in der Nordsee relativ weit verbreitet. Sie gehören zur Familie der Delfine und ernähen sich hauptsächlich von Fischen (z.B. Dorsch, Hering) und von Wirbellosen. Bei Walbeobachtungstouren sind Weißschnauzendelfine auch in Küstennähe häufig in größeren Gruppen zu beobachten.

Weißseitendelfin (Lagenorhynchus acutus)

Länge: 2,0-2,5 m
Gewicht: 160-200 kg
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 35.000 (ganzjährig)
Weißseitendelfine sind nahe mit den Weißschnauzendelfinen verwandt. Sie können sehr schnell schwimmen und springen oft hoch in die Luft. Wie die Weißschnauzendelfine gehören sie zur Familie der Delfine (Delphinidae).

Grindwal (Globicephala melas)

Länge: 4-8 m
Gewicht: 2-5 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 35.000 (Spätsommer)
Auch Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Sie treten oft in großen Herden auf. Ihre Hauptnahrung sind Tintenfische und verschiedene kleine Fischarten.

Schwertwal (Orcinus orca)

Länge: 5,5-9,8 m
Gewicht: 2,6-9,0 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 5.000 (ganzjährig)
Der Schwertwal, oft auch Killerwal genannt, ist weltweit verbreitet und eine der häufigsten Walarten. Vor allem bei männlichen Schwertwalen ist die Rückenflosse (Finne) oft sehr lang. Auf die lange Finne geht auch die Bezeichnung Schwertwal zurück. Schwertwale haben ein breites Nahrungsspektrum, neben Fischen und Kopffüßern fressen sie auch Wale, Robben, Seekühe und Meeresvögel. Sie gehören zur Familie der Delfine und sind in isländischen Gewässern recht häufig anzutreffen.

Nördlicher Entenwal (Hyperoodon ampullatus)

Länge: 7-9 m
Gewicht: 6-8 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 40.000 (ganzjährig) Entenwale gehören zur Familie der Schnabelwale. Sie sind neben den Pottwalen die besten Taucher unter den Walen. Als Ernährungsgrundlage dienen den Entenwalen verschiedene kleinere Fischarten. Da sie sich bevorzugt in tieferen Gewässern aufhalten, wird man sie bei Beobachtungsfahrten nur selten antreffen.

Pottwal (Physeter macrocephalus)

Länge: 12-18 m
Gewicht: 30-50 t
Bestand in isländischen Gewässern: ca. 1.200 (Sommer)
Der Pottwal, gelegentlich auch Spermwal genannt, ist der größte Vertreter der Zahnwale und ist in der Systematik einer eigenen Familie (Physeteridae) zugeordnet. Sein Kopf macht fast ein Drittel der Körperlänge aus, dort befindet sich auch das sogenannte Walratkissen, eine wachsartige Substanz, die von den frühen Walfängern für Sperma gehalten wurde. Vermutlich dient sie dem Druckausgleich bei Tauchgängen in bis zu 2.000 m Tiefe. Pottwale ernähren sich vor allem von Tintenfisch, Rotbarsch, Heilbutt, Rochen und Tiefseekraken.