Alles, was Sie schon immer über Island wissen wollten

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Der Museumshof Hrafnseyri

Die Farm Hrafnseyri im Arnarfjörður ist der Geburtsort von Jón Sigurðsson. Er gilt in Island als Nationalheld und hat sich um die Unabhängigkeit des Landes von Dänemark verdient gemacht. Ein kleines Museum und die Kapelle sind seinem Andenken gewidmet. Das alte Torfhaus ist eine Rekonstruktion des Hauses ist, in dem er aufgewachsen ist.
Jón Sigurðsson wurde am 17. Juni 1811 auf dem Hof geboren. Island erklärte 1944 seine Unabhängigkeit von Dänemark und der Unabhängigkeitstag wird am 17. Juni gefeiert, dem Geburtstag von Jon Sigurdsson. Jón Sigurðsson wird oft als der Vater des heutigen Islands bezeichnet.
Als Christian VIII. den Thron bestieg, trugen die in Kopenhagen lebenden Isländer den Wunsch nach einer repräsentativen Versammlung in Island vor. Dem kam der König mit dem Versprechen entgegen, das 1800 aufgelöste Althing wiedereinzusetzen.
Nachdem dann 1848 der Absolutismus geendet hatte, gewann für Island die Verfassungsfrage zunehmend an Bedeutung. Nach Jón Sigurðsson Vorschlag sollte die Regierung für alle isländischen Angelegenheiten sich in Island befinden und nur dem Althing verantwortlich sein. Nach seiner Auslegung des Alten Vertrages von 1262 sollte dieser Vertrag automatisch wieder in Kraft getreten sein, als der König seine absolutistische Macht niedergelegt hatte. Demnach wäre Island königliches Krongut und nicht Bestandteil des dänischen Staates, was nur durch eine Personalunion zum Ausdruck kommen könne.
Die Verhandlungen mit Dänemark zogen sich über Jahrzehnte hin und 1873 waren die Gemüter schließlich so erhitzt, dass unmittelbar vor dem Zusammentreten des Althings eine Volksversammlung in Þingvellir abgehalten wurde. Dort wurde gefordert, dass es ausschließlich eine Personalunion mit Dänemark geben solle. Jón Sigurðsson sah die Undurchführbarkeit dieser Forderung und erreichte in der anschließenden Althingversammlung, dass man zwar prinzipiell an diesen Forderungen festhalten solle, aber angesichts der im folgenden Jahr stattfindenden 1000-Jahr-Feier den König bitten solle, Island zunächst eine Verfassung mit so viel Freiheiten als möglich zu geben. So kam das Verfassungsgesetz für Island vom 5. Januar 1874 zustande.
Nach der Einführung dieser Verfassung nahm Jón Sigurðsson nur noch wenig am politischen Leben teil. Auf dem Althing 1877 wurde seine geschwächte Gesundheit sichtbar, und 1879 legte er sein Mandat nieder.

Kirche von Hrafnseyri