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Die Sprengisandurpiste F26

Karte Sprengisandurpiste.

Die Sprengisandurroute F26 ist mit etwa 200km die längste Hochlandpiste Islands. Vom Kraftwerk Sigalda im Süden bis zum Bauernhof Myri im Norden führt sie auf weiten Streckenabschnitten über die schier unendlichen Moränenlandschaften der letzten Eiszeit. Nachdem das Eis am Ende der letzten Eiszeit abgeschmolzen war, blieben tausende Quadratkilometer einer von Flußschottern und Sand bedeckten Landschaft zurück. Der Wind hat häufig das feinere Material zwischen den Steinen ausgeblasen und Steine sammelten sich so an der Oberfläche an. Jeder Schritt hinterläßt hier tiefe Spuren, da die oben aufliegende Schotterschicht viele Hohlräume aufweist, die unter der Belastung nachgeben. Der alte Reitweg durch das Hochland verlief früher wahrscheinlich einige Kilometer westlich der heutigen Piste. Er stellte neben der Kjölurroute die einzige Verbindung zwischen dem Norden und Süden des Landes dar. Im zentralen Teil der Strecke, zwischen den Gletschern Hofsjökull und Vatnajökull, liegt in rund 800m Höhe das eigentliche Sprengisandur-Gebiet, eine vegetationslose Kieswüste. Sie stellte in früherer Zeit ein großes Hindernis für Reisende dar, denn hier gab es auf einer Länge von 70km praktisch keine Weidemöglichkeit für die Pferde.

 

Im zentralen Hochland auf der Spengisandurpiste.
Im zentralen Hochland auf der Spengisandurpiste.

Von der Sprengisandur zweigen einige interessante Seitenpisten ab. Die F22 führt ins Gebiet der Veiðivötn, einer Kette von etwa 30 Seen, die in Kratern einer erloschenen Vulkanspalte entstanden sind und zu den beliebtesten Forellenangelgebieten des Landes gehören. Die nach Osten abzweigende Piste F98 gilt als eine der gefährlichsten Hochlandpisten und verbindet die Sprengisandurstrecke mit der Askja.