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Whalewatching in Húsavík

Karte Húsavík.

Nördlich des Mückensees liegt die Hafenstadt Húsavík. Von hier wurde das am Mückensee abgebaute Kieselgur exportiert, früher war die Stadt Exporthafen für den ebenfalls am Myvatn abgebauten Schwefel. Der Name der Stadt geht auf den Schweden Garðar Svavarsson zurück, der einige Jahre vor Ingólfur Árnarson unfreiwillig nach Island kam, nachdem er sich verirrt hatte. Er versuchte wohl, die Insel zu umrunden und wurde bei Húsavík vom Winter überrascht. Garðar war gezwungen, auf Island zu überwintern und errichtete einige Häuser (daher der Name Húsavík = Häuserbucht). Im Frühjahr verließ er Island und gab der noch namenlosen Insel den Namen Garðarshólmi (Garðars Insel).

Sehenswert ist in Húsavík neben dem Hafen und dem Heimatmuseum vor allem die 1907 eingeweihte Kirche. Das vom Architekten Rögnvaldur Ólafsson entworfene Gebäude wurde vollständig aus Holz gebaut, das eigens aus Norwegen eingeführt wurde. Die Kirche hat zwar keine Kanzel, dafür hat der Pfarrer einen wunderschönen Blick über die Bucht Skjálfandi auf die gegenüberliegenden Berge.

Die meisten Reisenden kommen aber nicht wegen der Kirche nach Húsavík, sondern um Wale zu beobachten. Während der kommerzielle Walfang in Island zwischen 1986 und 2006 ruhte, haben sich die Isländer mit dem Whalewatching eine neue Einkommensquelle erschlossen. Im Hafen stechen von Mai bis September mehrmals täglich umgebaute Fischkutter zu mehrstündigen Beobachtungsfahrten in See.

Walbeobachtung in der Bucht vor Húsavík.
Walbeobachtung in der Bucht vor Húsavík.

Besonders häufig werden bei den Fahrten Zwergwale gesichtet, die eine Läge von 11 Metern und ein Gewicht von 11 Tonnen erreichen. Auch Delphine, Schweinswale und Buckelwale werden häufig gesehen und selbst der gewaltige Blauwal (30 Meter, 120 Tonnen), das größte Tier der Erde, taucht gelegentlich auf. Auf rund 99% der Beobachtungsfahrten werden tatsächlich auch Wale gesichtet. Wenn man einigermaßen seefest ist, sollte man sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen lassen.

Eine persönliche Erfahrung sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben.