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Wasserkraft

Kleinkraftwerk Koltunguvirkjun
Kleinkraftwerk Koltunguvirkjun
Generator (Koltunguvirkjun)
Generator (Koltunguvirkjun)

Die Nutzung der Wasserkraft hat in Island schon eine relativ lange Tradition. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts fertigten Bauern die ersten Turbinen selbst an, um für den Eigenbedarf Strom zu produzieren. Einige der damals genutzten Turbinen blieben bis heute erhalten und sind u.a. im Heimatmuseum von Skógar zu sehen.

Bereits im Jahr 1899 brannten in Reykjavík die ersten elektrischen Lichter in einzelnen Häusern und es wurde diskutiert, ein flächendeckendes Stromnetz in der Stadt aufzubauen. Doch erst im Jahr 1921 wurde im Elliðaár-Tal in unmittelbarer Nähe von Reykjaviík das erste größere Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Seine Kapazität reichte gerade aus, um die Einwohner der Hauptstadt mit Strom für elektrische Beleuchtung zu versorgen.

Durch den zunehmenden Stromverbrauch der Haushalte und vor allem durch die Bemühungen, energieintensive Industrie (z.B. Aluminiumwerke) durch günstige Strompreise (ca. 0,04 Euro pro KWh) zur Ansiedlung zu bewegen, bestand Bedarf an weiteren Kraftwerken. Obwohl die einzelnen Projekte gewaltige Ausmaße haben, wird bisher nur ein Teil der wirtschaftlich nutzbaren Wasserkraft in Island auch tatsächlich genutzt. Ob die Nutzung aller verfügbaren Resourcen sinnvoll ist, wird auch in Island zunehmend hinterfragt. Zwar handelt es sich bei der Wasserkraft um eine regenrative Energiequelle, allerdings geht der Bau der großen Kraftwerke mit teils gravierenden Eingriffen in die Natur einher.

Zusätzliche Informationen in englischer Sprache zu den einzelnen Kraftwerken sind auch unter www.landsvirkjun.is zu finden.

Lage der großen Wasserkraftwerke.
Lage der großen Wasserkraftwerke.